Beruflicher Werdegang

Erwin Wegemann - Architekt


Erwin Wegemann ist seit fast 43 Jahren Architekt, seit dem
Juni 1986, somit seit 30 Jahren freiberuflich mit Büro in
seiner Geburtsstadt Recklinghausen tätig.

Alle seine Bauten zeichnen sich durch Dominanz, Ortsbezug und
Architektursprache aus.

 


Schulischer und beruflicher Werdegang

In Auszügen aus dem Manuskript: „Erwin Wegemann – Architektur 1986 bis heute“

Schule und Studium

Recklinghausen, im Vest Recklinghausen, eine Kreisstadt im Ruhrgebiet, 1949 zum Zeitpunkt meiner Geburt noch vom Bergbau geprägt war und ist noch heute meine Heimatstadt und die Stadt meines Wirkens.

Ich hatte schon während der Schulzeit den Drang zur Technik und der Kunst, schon damals erklärte ich auf Befragen Ingenieurbau oder Architektur studieren zu wollen.

Theorie ist nötig, aber ich wollte Schaffen.

Wie schon der berühmte Baumeister Ludwig Mies van der Rohe ausführte: Don`t talk, build.

Nun sollte es losgehen, und zwar praxisorientiert und nicht theoretisch.

Helmut Jahn, später ein großes Vorbild führte in seinem Buch bereits aus, dass „die Architektur ein konstantes Ringen zwischen Ideen und Prinzipien ist, die man hat, und den Aufgaben, die gestellt sind“.

Ich beendete mein Studium mit sehr gutem Erfolg nach 5 Semestern im Jahre 1976 und durfte mich jetzt Diplom-Ingenieur, Fachrichtung Architektur nennen. Die Berufsbezeichnung „Architekt“ durfte ich erst später führen, wie an anderer Stelle ausgeführt…….

Die erste Anstellung

Nun folgte die Suche nach einer Anstellung. Auch diese sollte nicht unweit der Heimatstadt sein, zumal ich gerade hier das Fundament meines Schaffens und Betätigungsfeldes legen wollte. Dass ich mich später auch hier selbständig machen würde, konnte ich natürlich noch nicht ahnen.

Es war zwar nicht einfach, es wurden fleißig Bewerbungen geschrieben, doch eine der ersten endete bald in einem Vorstellungsgespräch und meiner ersten Festanstellung in einem renommierten Dortmunder Architekturbüro, dem Büro WLP.

Unter welchem finanziellen, aber auch Zeitaufwand Wettbewerbe bearbeitet werden, lernte ich schnell kennen. Damals wurde im Übrigen noch nicht mit CAD gezeichnet.

Diese Wettbewerbe, an denen alle 3 – 4 Monate teilgenommen wurde, bedeuteten gerade in der Endphase Überstunden und Mehrarbeit. Ich glaube, einmal kam ich auf ca. 36 Stunden – nonstop – so dass ich mich danach erst einmal abholen lassen musste, um auf dem Rückweg nicht am Steuer einzuschlafen.

Ein harter Weg, unter Einsatz aller Kräfte, der sich allerdings, und dies erkannte ich erst später, als sehr hilfreich und als Fundament für den weiteren beruflichen Werdegang herausstellte.

Versuchen Sie mal heute einem Mitarbeiter klar zu machen, dass nur eiserner Einsatz, verbunden mit vollem Engagement, ohne Blick auf die Uhr, die Grundlage für das weitere Fortkommen bildet.

Auch weitere große Projekte, wie das MKK, das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, brachten zusätzliche Berufserfahrung…...

In den nächsten Monaten wurde ich abgestellt, um im Zusammenwirken mit dem Staatshochbauamt und der örtlichen Bauleitung, an der Uni Bochum die Studentenverwaltung und das Musische Zentrum und Studententheater der Universität als Architektenvertreter bis zur Fertigstellung zu begleiten. Ein Projekt, was seinerzeit nach Fertigstellung des veredelten Rohbaus wegen fehlender Landesmittel „auf Eis“ gelegt wurde, die Baustelle ruhte etliche Jahre.

Dass ich selbst, etliche Jahre später, einen Steinwurf entfernt, an der Universitätsstraße zwei repräsentative Verwaltungsgebäude planen und bauen dürfte, wusste ich damals natürlich noch nicht…...

Während dieser Aufgabe gab es für mich Veränderungsmöglichkeiten, die mit neuen Aufgaben, aber auch beruflichem Fortkommen und Gehaltsaufbesserungen, verbunden waren.

Der Inhaber eines alteingesessenen großen Recklinghäuser Architekturbüros wandte sich an mich mit der Anfrage zur Übernahme einer leitenden Bürotätigkeit in seinem Büro, mit der Aussicht einer Nachfolgeregelung.

Die Tätigkeit in meiner Geburts- und Heimatstadt erwies sich als echte Aufgabe.

Nach 7 Jahren im Angestelltenverhältnis - ich habe unzählige Projekte im Raum Recklinghausen leitend bearbeitet - stellte ich die letzten Jahre und meine weitere Zukunft auf den Prüfstand.

Zwischenzeitlich hatte ich im Büro meine Lebensgefährtin und spätere Ehefrau kennen und lieben gelernt. Wir machten uns in der Zukunft Gedanken, ob wir die jetzige Tätigkeit nicht auch selbstständig ausüben könnten?....

Die Selbständigkeit

Dies geschah im Jahr 1986 im Ortsteil Recklinghausen – Süd, in einem Souterrain mit 2 Büroraumen und einem WC.

Ich war freier Architekt.

Der Auftragsbestand wuchs, wurde mit Erfolg abgeschlossen und langsam entstand ein Bekanntheitsgrad. So konnte meine Frau Ihr Angestelltenverhältnis beenden und in Vollzeittätigkeit in das Büro einsteigen.

Chronologie der Bauvorhaben und bemerkenswerte Bauherren

Dann wären da noch die uns „wohlgesonnen“ Bauherren und „Förderer“.

Ein erstes großes Projekt, welches sich auch gestalterisch abhob, wurde für einen Recklinghäuser Unternehmen, das aus Büroräumen in der Innenstadt in ein Gewerbegebiet „Am Stadion“ umsiedeln wollte, geplant.

Privat war ich mit meiner Familie zwischenzeitlich in das Mehrfamilienhaus meiner Schwester, welches ich 1986 in Recklinghausen-Hochlar gebaut hatte und in dem auch meine Eltern wohnten, umgezogen. Im Jahre 1989 wurde hier unser Sohn Florian geboren.

Im Jahre 1990 erwarb ein Bauherr eine größere Ackerfläche in Hochlar, um diese, im Rahmen einer Bauträgermaßnahme, mit 10 Reiheneigenheimen zu beplanen. Das sich ergebende, größere Eckgrundstück, sicherten wir uns und bebauten es mit unserem eigenen Wohnhaus. In dem Souterrain konnten wir, aufgrund der Topographie, unser Architekturbüro mit separatem Eingang errichten. Alle Räume waren mit natürlicher Belichtung versehen und boten, aufgrund der ruhigen Dorflage, eine ideale Basis für Leben und Arbeiten. Unsere Tochter Flora wurde hier 1993 geboren.

Das ich entgegen aller damaliger Zukunftsplanungen und diverser familiärer und beruflicher Zwischenschritte einen noch idyllischeren Ort für meinen Lebens- und Arbeitsraum in nur 1,0 km Entfernung finden würde, konnte ich natürlich damals noch nicht ahnen…..

Aber das Sternzeichen „Zwilling“ ist nun auch etwas rastlos und ständig Veränderungen unterworfen.

Der Zwillingsmann

Er ist andauernd unterwegs, von einem Ort zum andern, von einem Menschen zum andern, von einer Tätigkeit zur andern. Ruhelos, nervös, begnügt er sich nicht damit, jeweils einen Tag zu erleben, sondern sucht eine Woche oder einen Monat in einen Tag zu pressen und auf verschiedenen Ebenen zugleich zu leben. Was immer er gerade tun mag, er sehnt sich danach, etwas Anderes zu tun.

Im gleichen Jahr erhielt ich über einen Generalunternehmer den Kontakt zum „Studienkreis“, der größten privaten Nachhilfeorganisationen für Schüler, mit Niederlassungen in fast jeder größeren Stadt.

Der Gründer und Initiator dieser Einrichtung, Herr Jürgen Hüholdt, auch Autor vieler Publikation rund ums Lernen, bat uns, auf einem attraktiven Eckgrundstück an der Universitätstrasse seine neue Hauptverwaltung zu bauen.

Die architektonische Aufgabe, der Reiz und die Herausforderung bestanden darin, den attraktiven Standort, das Anforderungsprofil und die gewünschte Einzigartigkeit des Gebäudes in Einklang zu bringen…..

Einen weiteren „anstrengenden“ Bauherrn lernte ich anlässlich eines Autokaufes kennen und schätzen.

Mit seinen Strategien des Kaufhauses „rund ums Auto“, wie auch „Auto & Mehr“ entwickelte er Autohäuser und Hotels, nicht nur in Recklinghausen, sondern auch in Berlin.

Ab jetzt waren wir mit im Boot, um mit ihm und seinem großen Team zu entwickeln, zu planen und zu bauen.

Im Rahmen einer Mitautorentätigkeit in der Publikation „Der MOHAG Auto Fachmarkt“ (Autohaus Verlag 1997), schrieb ich, gemeinsam mit zwei MOHAG-Geschäftsführern, über das Fachmarktkonzept Auto & Mehr.

Gleichzeitig wurde ich, gemeinsam mit einem Bauverwaltungsprofi in das Team AHC (Autohaus Consulting) als Dozent eingebunden und referierte nach der „Grenzöffnung zum Osten“ vor Autohändlern und Vertretern von Automobilherstellern über das „Ford Autohaus 2000, Standort und Architektur“……

Im Jahre 1993 entwickelte ein Recklinghäuser Unternehmer gemeinsam mit dem Bauunternehmer Theo Feldmann die Idee, ein Stück Geschichte der Stadt Recklinghausen, die Engelsburg, zu retten.

Zur Geschichte und Historie der Engelsburg: Quelle Wikipedia

Die Engelsburg in Recklinghausen ist ein barocker, hufeisenförmiger Residenzbau des frühen 18. Jahrhunderts. Die Engelsburg liegt im Westen der Recklinghäuser Altstadt und grenzt an den Herzogswall mit dem einzig erhaltenen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer.

So erhielt ich, in meiner Heimatstadt, den Architektenauftrag zum Umbau und Erweiterung des Hotels Engelsburg, verbunden mit dem Neubau von 40 Eigentumswohnungen „Wohnen an der Engelsburg“.

Eine, wohl für ein Büro meiner Größe und nach 8 Jahren Selbständigkeit, Herausforderung und Aufgabe, die „Stadtgeschichte“ mit zu bestimmen.

Wir schreiben das Jahr 1993.

Die Kontakte im Autohausbau und die Tätigkeit im Team AHC stellten Verbindungen zum Autohersteller Opel dar.

Ich wurde gebeten, „Entwurfsüberlegungen“ für den Neubau des „Opel Fleetmanagement“

zu entwickeln, einem auf dem Werksgelände in Rüsselsheim geplanten Gebäudes für die Ausstellung und den Verkauf von Neuwagen an Werksangehörige, wie auch die Verwaltung und den Service für die gesamte Opelflotte im Bereich Vorstand und Verwaltung des Konzerns.

Mehrere Alternativen wurden präsentiert, der Auftrag folgte und ließ mich in den nächsten 1 ½ Jahren 14-tägig in Richtung Rüsselsheim fahren.

Auch in meiner Heimatstadt Recklinghausen taten sich neue Betätigungsfelder auf.

Eine mit Auto- und Fahrradteilen befasste alteingesessene Firma, trug sich, auch wegen der Enge am damaligen Standort mit Expansionsgedanken.

Ein attraktives Grundstück im Kreuzungsbereich Dordrechtring / Castroper Straße war schnell gefunden und mit einem Neubau der Firma Pfeffer versehen. Ein in ein Rechteck (Hallen- und Werkstattgebäude) herein gedrehter Kubus (Verkauf und Verwaltung) fanden die Zustimmung der Bauherren und wurden in den nächsten 12 Monaten zu einer städtebaulichen Dominante an der vielbefahrenen Verbindungsstraße von der Autobahn über die Tangente Kreishaus / Rathaus / Zentrale Feuerwache hin zur Nachbarstadt Oer-Erkenschwick.

Die am anderen Ende des Dordrechtring in ähnlich repräsentativer Lage befindliche Fläche habe ich in den Jahren 2000 bis 2002 mit einer weiteren Dominante, einem Wohn- und Geschäftshaus bebauen dürfen.

Geschäftliche Kontakte zum weltweit agierenden Autovermieter, der Sixt AG München, bescherten mir einen Planungs- und Bauauftrag für das neue Sixt-Service-Center Airport Köln……

In den Jahren 1999 bis 2003 wurden die vom Eigentümer des Recklinghäuser OBI-Marktes an der Castroper Straße entwickelten Neubaupläne mit der Suche eines geeigneten attraktiven Grundstückes zur Errichtung eines neuzeitlichen OBI-Marktes mit Gartenparadies, mitbestimmt.

Es fand sich letztendlich ein im Gewerbegebiet Recklinghausen-Ortloh gelegenes 30.000 m⊃2; großes Grundstück, auf dem der neue Standort durch Neubau eines 16.000 m⊃2; großen Marktes nachhaltig gesichert werden sollte.

Gut 10 Jahre nach dem Neubau der Verwaltung und Produktion der HOSCH-Fördertechnik folgte die Beauftragung zur Errichtung eines Schulungszentrums der Firma HOSCH für das zwischenzeitlich durch viele Niederlassungen weltweit tätige Unternehmen.

In meinem Heimatsortsteil Hochlar beabsichtigte ein Recklinghäuser Bauunternehmer, ein sich in seinem Besitz befindliches Grundstück, einer Bebauung zuzuführen.

Ich erhielt den Auftrag, das dreieckig geschnittene Grundstück zwischen der alten Hertener Straße und dem Sandweg, mit einem Wohn- und Geschäftshaus zu bebauen…….

Die Bauphase war auch der Zeitpunkt, in der ein renommiertes EDV-Unternehmen, welches Zeichensoftware für Architekten entwickelt, sich mit meinem Büro in Verbindung setzte, um einen Werbefilm verbunden mit einem Messeauftritt auf der ACS 2000 vorzubereiten.

Der Werbefilm wurde im Büro und auf der Baustelle des Wohn- und Geschäftshauses in Hochlar gedreht.

Ein Mitarbeiter und ich weilten 3 Tage auf dem Messestand in Frankfurt, um als „Umsteiger“ das Produkt vorzustellen.

Auch so etwas gehört zum nicht alltäglichen Tätigkeitsfeld eines Architekten…...

Im Jahre 2000/2001 kam eine weitere interessante Aufgabe auf uns zu.

Ein ortsansässiges Küchenstudio wollte am Anfang des Dordrechtring ein mit 5.000 m⊃2; Mietfläche versehenes, großzügiges Wohn- und Geschäftshaus bauen.

Eine Tiefgarage unter dem gesamten Gebäudekomplex, sowie Stellplätze im Innenhof ergänzen die Maßnahme des Wohn- und Geschäftshaus Beck…...

Eine in Recklinghausen, nahe zur Innenstadt, geplante hochwertige Eigentumsanlage an der Hukesteinstraße, das „Stadtpalais“, wurde kurzer Hand im Erdgeschoss planerisch überarbeitet und eine großzügige Wohnung mit Garten und Tiefgaragenplätzen erstanden.

In diese zog sodann meine Frau mit unseren beiden Kindern.

Die Suche nach unseren neuen Büroräumen gestaltete sich für mich relativ unkompliziert.

Im geplanten Neubau am Dordrechtring war im 5. und 6. Obergeschoss eine Penthouse-Wohnung vorgesehen. Nach Rücksprache mit meinem Bauherrn plante ich diese zu meinem neuen Büro, über den Dächern der Stadt Recklinghausen, um. Von hier aus hatten wir kurze Wege zum Rathaus, der Stadtverwaltung und der Innenstadt.

Eigentlich wollte ich mich von dieser Stelle nicht mehr verändern, aber die Ruhelosigkeit des „Zwilling“ sollte sich 5 Jahre später nochmals anders darstellen…...

Projekte wie der Umbau von MOHAG-Autohäusern, des REWE Center Kramer und der Neubau eines Einfamilienwohnhauses folgten.

Im Jahre 2001 wurde ich mit der Planung des neuen Großmarktes der Stadt Gelsenkirchen durch den Bauträger beauftragt. Auch für diese größere Aufgabe wurden mehrere Alternativplanungen entwickelt.

Nach Bauantragsstellung nahm der damalige Bauträger Abstand vom Gesamtauftrag und setzte die Ausführungsplanung und Bauüberwachung aus eigenen Reihen um.

Dies ist eine Manie, die immer mehr Schule macht und den freien Architekten das Tätigkeitsfeld beschneidet.

Auf der einen Seite wollen die Generalunternehmer Aufträge von oder durch Architekten angetragen bekommen, auf der anderen Seite führen sie selbst Architektenleistungen aus? Verkehrte Welt.

Für mich stellte sich die Situation am Großmarkt anschließend jedoch so dar, dass mich der Generalunternehmer mit der Ausführungsplanung beauftragte.

Dass das Projekt Großmarkt nie so richtig anlief und zuletzt vollkommen scheiterte, lag jedoch nicht so sehr an der Planung, als mehr an der Konzeptionslosigkeit des Generalübernehmers und seiner Betreiber / Mieter…..

Fünf Jahre später erwarb die GEW / Gelsendienste der Stadt Gelsenkirchen die Immobilie, ich baue diese zurzeit mit Erweiterung eines Verwaltungsneubaues und des städtischen Recylinghofes zum neuen Betriebshof der Stadt Gelsenkirchen um…..

Die Discounterbranche boomte weiter und ALDI expandierte.

In Lünen wurde an der Viktoriastraße in den Jahren 2003/2004 einer neuer ALDI Markt erstellt…..

Der neue OBI-Markt in Recklinghausen wurde nun endlich 2006 gebaut…….

Im Jahre 2006 ergab sich in dem dörflich anmutenden Wohngebiet „Hohbrink“ der Erwerb von 3 attraktiven, direkt an einer landwirtschaftlichen Ausgleichfläche gelegen und somit unverbaubaren Grundstücken.

Ein befreundeter Immobilienpartner, unser städtischer Kämmerer und der „rastlose Zwilling“ reservierten sich in der letzten Reihe 3 Grundstücke.

Wir begannen mit der Planung von 3 attraktiven Stadtvillen, Hohbrink 45, 47 und 49 und zu entwickeln, und neben dem Wohnhaus unser neues Bürohaus zu planen.

Wir bezogen unsere neue Immobilie Hohbrink 45 / 45a am 18. Mai 2007

Die ruhige Lage, am Ende einer Spielstraße, der Blick auf die Felder und den die Stadt Herten eingrenzenden Grüngürtel erlauben ein ruhiges, kreatives Arbeiten ohne Hektik und Straßenlärm.

„Mehr Produktivität durch gute Räume“ (Titel und Zitate aus dem gleichnamigen Buch von G.A.Luedicke, ECON Verlag 1992). Im Business der letzten Jahre ist das Thema „Unternehmenskultur“ immer wichtiger geworden. Gute Architektur optimiert die Gefühlswirkungen der Mitarbeiter ebenso, wie sie Imageziele des Unternehmens ……..

So planten wir nach Recklinghausen und Dreieich unseren dritten OBI-Markt in der Seehafenstadt Emden.

Nach kurzem Baugenehmigungsverfahren und kooperativer Mitarbeit der Gemeinde zögerte sich der Baubeginn, besonders wegen Unstimmigkeiten in der Gründungsvariante soweit hin, das erst im Jahre 2010 mit dem Bau begonnen wird……

In den Jahren 2007 bis 2009 wurden drei neue ALDI-Märkte in Datteln, Lüdinghausen und der zweite Markt in Lünen von uns geplant und umgesetzt.

Ein in Dortmund-Höchsten geplantes Geschäftszentrum mit REWE, ALDI und weiteren gewerblichen Flächen entstand 2008/2009……

Nun war es an der Zeit die bereits angesprochenen internen Umstrukturierungen in die Tat umzusetzen.

Diese vollzog sich im Jahre 2009.

Somit begann die Suche nach einem adäquaten Mitarbeiter.

Wir wurden schnell fündig in einer jungen, weltoffenen, die Arbeit und die Verantwortung nicht scheuenden Architektin, welche durch ihr fundiertes Studium, sowohl im Entwurfs- und Städtebau, aber auch im normalen Büroalltag, nach kurzer Zeit ihren „Mann“ stand.

Nicht nur das Bürogebäude, die technische Ausstattung, sondern auch die geschaffenen Werke und die Kontakte im und über die Grenzen des Vest Recklinghausen hinaus, sollen unter meinem Mitwirken die Zukunft sicherstellen…...

Nun aber weiter mit den aktuellen Projekten und Aufgaben.

Auf die Situation des von uns 2001 geplanten Großmarktes der Stadt Gelsenkirchen bin ich, ebenso wie dem Erwerb durch die GEW bereits eingegangen.

Nach Beginn der Planungen für den neuen Betriebshof der Stadt Gelsenkirchen im Jahre 2007, konstanter Planungs- und Kostenfortschreibungen, wurde im Jahr 2008 der Entschluss zur Bauantragsstellung, sowie der Stellung des BIMSCH-Antrages bei der Bezirksregierung Münster gefasst.

Auch wurde endgültig entschieden, ein neues modernes Verwaltungsgebäude der Gelsendienste auf dem Gesamtgrundstück zu errichten.

Der Baubeginn erfolgt im Januar/Februar 2010, die Fertigstellung wird noch im gleichen Jahr erfolgen…..

Die bereits für das Jahr 2009 umzusetzende „Alternativplanung“ an der Universitätsstraße in Bochum wurde nun abschließend neu geplant, genehmigt und ausgeschrieben. Die Vergabe des „Haus der Beratung“ erfolgte noch in 2009, mit Baubeginn im Herbst/Winter…...

Weitere Projekte befinden sich in der Planung und Umsetzung.

Aufgrund der Vertraulichkeit sind hierzu jedoch noch keine Details möglich……





Fertig wird man in der Architektur nicht, bevor das Bauwerk nicht zum Abschluss gebracht ist. Ob Projekt, ob Wettbewerb, ob Tagesgeschäft in Terminen und Besprechungen, gerade dafür muss man seine Mitarbeiter und sich selbst ständig motivieren.

Das Beste zu schaffen ist nicht immer einfach.

Dennoch, lasst uns die Freude an unserem Beruf wahren und weiterbauen!





Etwas Privates

Zum Abschluss noch etwas Privates.

Der Beruf des Architekten kann Spaß machen, kann Erfüllung mit sich bringen.

Das was man plant, ob alleine oder im Team, es entstehen zu sehen, und nach der Fertigstellung in Nutzung zu erleben, ist kaum in einem anderen Berufszweig möglich.





Der geschilderte Lebens- und Berufsweg ist nicht immer der gleiche, eine fundierte Ausbildung, sich in anderen Büros die „Hörner“ abzustoßen und die notwendige Erfahrung zu sammeln ist durchaus empfehlenswert. Dennoch muss man auch prüfen und für sich erkennen, ob man das Zeug zum „Unternehmer“ hat? Der freiberufliche Architekt in einer Stadt wie der unseren, ist nicht der häufig zitierte Künstler, er ist Unternehmer, Manager und Teamchef gleichzeitig.

Dies ist mir bisher gut gelungen.

Zur Jahreswende 2009/2010, im Jahre meines 60. Geburtstag.





Widmung

Diese Zeilen widme ich zu meinem 61-jährigen Geburtstag

meinen Kindern Flora und Florian, ihrer Mutter, meiner Ex Petra,

die mich nachhaltig bei der Gründung der Selbständigkeit und im Büro unterstützte

Danke an Alle, die sonst dazu beigetragen haben und mit mir meinen bisherigen beruflichen Weg gegangen sind.

Ein besonderer Dank gilt meinen Freunden, den unzähligen Bauherren und meinen langjährigen Mitarbeitern.

 






(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten  |  

Kontakt

  |  

Impressum

  |  

Haftungsausschluss

  |